Lord Norman Foster of Thames Bank
Der Schürerstand
Gallerieebenen im red dot design museum

Kathedrale der Industriekultur

Die faszinierende Atmosphäre des red dot design museum entsteht durch den Kontrast von Alt und Neu, von Industriearchitektur und Produktkultur. Erbaut zwischen 1928 und 1929 von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, diente es viele Jahre als Energiezentrale der Zeche Zollverein. Die 1986 stillgelegte Schachtanlage gilt als eines der bedeutendsten Industriedenkmäler des 20. Jahrhunderts und wurde im Dezember 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Als sich das Design Zentrum Nordrhein Westfalen entschloss, mit seiner Ausstellung, dem heutigen red dot design museum, auf das Zechengelände überzusiedeln, wurde Lord Norman Foster of Thames Bank für die architektonische Neuausrichtung verpflichtet. Von 1995 bis 1996 baute er das Haus für seine neue Funktion als Museum um. Die Industrie hinterließ ihm dabei eine atemberaubende Architektur im Bauhausstil, die durch die persönliche Handschrift des britischen Star-Architekten geadelt wurde.

Die neue Innenarchitektur aus Glas und Beton verschmolz mit den alten Rohrleitungen, Armaturen und Stahltreppen, sodass eine atemberaubende, gleichermaßen inspirierende Bühne für zeitgenössisches Produktdesign entstand. Das Herz des neuen Domizils, das ehrfürchtig als „Kathedrale der Industriekultur“ bezeichnet wird, ist der sogenannte Schürerstand. Das Entree dieser imposanten Halle eröffnet sich zwischen stählernen Dampfkesseln zu deren Seiten sich neue Flächen für die Präsentation herausragender Gestaltungen ergeben. An Stahlträgern entlang, vorbei an Metallrohren und gebrannten Kacheln, führt der Weg der freitragenden Galerieebene, die einen Blick auf über 4.000 qm Ausstellungsfläche erlaubt.

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